Clan_Malkav
Mirage

Mirage, sagen Sie? Natürlich kenne ich ihn. Nur zu gut, auch wenn er das leugnen würde. Die Arroganz, die großes Leid mit sich bringt, isoliert ihn sehr. Er meint in seiner überspannten Eitelkeit, die Hölle sei ein Eispalast. Nunja, ich meine, jeder schafft sich seine eigene Hölle. Ob er sie verdient hat, die Hölle? Wahrscheinlich. Wisst Ihr, wie Viele, die ich vor ihm traf, macht er den Fehler zu Bereuen, ist aber zu träge, zu festgefahren, um Buße zu tun, und die Vergebung seiner Sünden zu erlangen. Jede Sünde kann vergeben werden, so verhieß es uns der Herr, man muss nur die Ärmel hochkrempeln, und Gutes tun, anstatt zu jammern und zu klagen. Der Junge trinkt zuviel, als würde das den Schmerz betäuben...
Insgesamt würde ich sagen, er ist ein sensibler, kluger Mann, der an sich selbst zerbrechen wird, wenn man ihn nicht aufhält.
Wenn ich in all den Jahrhunderten ein Kind traf, dass eine Mutter brauchte, ja das danach schrie, dann ist er es.
Ob ich ihn mag? Nein. Ich liebe ihn, wie einen Sohn.
(Äbtissin Bernhardina)

 

 

Naja, abgesehen von gelegentlichen Aussetzern, in denen er sich benimmt wie ein kleiner Junge, ist er eigentlich durchaus nett und hilfsbereit. Seine schroffe Art mag allerdings dazu führen, dass meine Meinung da kaum geteilt wird. Aber ich bleibe dabei. Er ist ein guter und verständnisvoller Zuhörer. Und es ist schade, dass ihm in letzter Zeit so viel Ungemach bereitet wurde.
(Adrian Fox)

 

Mirage.....er ist ein Büßer...er leidet aber handelt nicht, manchmal glaube ich das Leid ist seine Leidenschaft. Wobei er sich selbst die größten Leiden schafft, viele begehen den Fehler zu sagen, er sei multiple....ich denke das Sie es sich zu leicht machen, er ist es nicht, zumindest nicht im eigentlichen Sinne....es ist wie ein Spiel zwischen Gut und Böse.
Aber multiple hin oder her...eines steht fest....feige sind sie alle beide. Er sehnt sich nach dem Tod, nach Erlösung, nach der endlosen Stille, klammert sich aber an alles Irdische, weil er nicht mal den Mut aufbringt, seinem Leiden selbst ein Ende zu setzen.
Seine Welt sind wirre Worte, sowie auch gut bedachte, er liebt die Worte...in Ihnen findet er Macht, wo er sonst doch machtlos ist.
Seine Ziele sind meist tugendhafter als man es vermuten würde, oft beschreiben sie die Grenze zur Utopie - er würde alles tun sie zu erreichen, aber er selbst ist es derjenige der sich die Hände bindet.
Ja, vielleicht wird er sich selbst zu Grunde richten....eigentlich unnötig, wo doch gewiss ist, dass die Welt manchmal gierig ist und ein Kind verschlingt.
Und was wüsstest du von meiner Hölle, wenn ich dir erzählen würde, dass sie heiß und schrecklich sei, was wüsstest du dann von meiner Hölle, außer das sie heiß und schrecklich ist.....ich kenne seine Hölle und er kennt die meine.
Wir haben ein verzehrendes Feuer in ihnen geschaffen....
Ja, das haben wir.
Dieses Märchen wird nicht gut ausgehen....
Ein, zwei winzige Tränen gleiten über ihre blasse Wangen.
(Joy)

 

„Aha, in Anbetracht der Tatsache, dass sie mich angesprochen haben, muss ich davon ausgehen, dass ihre empathische Fähigkeit lediglich mit dem Attribut „desaströs“ zu bezeichnen ist, haben sie bis hier hin doch alzu geschickt die Missachtung ignoriert, mit der ich sie schon den ganzen Abend belegte. Tatsächlich habe ich mein bestes getan um ihnen mein völliges Desinteresse an ihrer Persona zu demonstrieren, welches sich hauptsächlich aus ihrer banalen Art sich zu kleiden herleitet, die auf einen einfallslosen, zumal barbarischen Charakter schließen lässt, dessen Feinfühligkeit im günstigsten Fall noch verstümmelt zu nennen ist. Alleine die Art, wie sie äffisch ihren Mund aufsperren liefert meinen Thesen weiteren Vorschub. Die Art, wie sie grade geredet haben und ihre sonore Stimme sich durch den Raum in meine Gehörgänge brannte, lässt darauf schließen, dass sie, mit Verlaub, aus einem Haushalt der Unterschicht kommen. Ihr Akzent verrät sie. Außerdem – SIE DENKEN ZU LAUT – stammeln sie immerzu, verschleifen Worte und verschlucken Silben, sie gehen mit den Pronomina um wie eine Wildsau. Zu dem Inhalt ihrer Rede will ich mich gar nicht äußern, müsste ich doch befürchten, mich umgehend auf das Parkett zu übergeben und dazu ist mir der Schnaps, den ich dem Gastgeber weggesoffen habe, zu wertvoll.
So, nachdem sie mich immer noch so anstarren wie ein retardierter Troglodyt gehe doch wohl recht in der Annahme, dass sie sich nicht freiwillig aus meiner Gegenwart entfernen werden. Haben sie – ICH SAGTE: SIE DENKEN ZU LAUT – machen sie sich weg, weg, weg, weg, weg, weg…“
(Mirage zu einem anderen Kainskind)

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