Die Chroniken

Dezember AD 2007

Die seltsamen Vorgänge in unserer Stadt haben noch immer kein Ende gefunden. Aber ich sollte von vorne beginnen.
Bei dem Ruf, der die Kainskinder dieser Stadt in dieser dunklen Nacht Mitte Dezember ereilt hat. Der uns scheinbar alle zum Landesmuseum rief. Doch dort erwartete uns nicht das wohl vertraute Elysium, sondern ein schwarzer Raum, ohne Ausgang, der ganz aus Schatten zu bestehen schien. Ein böser Geist herrschte hier, viele unterlagen den Einflüsterungen eines bösartigen Kobolds, eines Schatten, eines Wisperers. Zusammengepfercht in die Ausweglosigkeit und verdammt zum Warten schürte dies die Zwietracht und das Misstrauen und es ist bis jetzt schwer zu sagen, was Spuk war und was nicht.

Doch letztlich zählt das Ergebnis.
Man kam überein mit diesem Architekten, der die Clans in diesen Stunden aufsuchte. Wie und warum bleibt ein Rätsel. Wie so Vieles aus dieser Nacht sich in das Geheimnis hüllt, von dem man nicht wissen möchte, ob man es dechiffrieren möchte oder die Ungewissheit allein uns noch bei Verstand und Hoffnung hält.
Ein jeder Clan wurde von diesem Architekten geprüft. Ein jeder Clan erwählte seinen Platz in dieser Stadt. Die Waagschalen senkten sich. Obwohl nicht so eindeutig, wie man vielleicht erwartet hatte. Doch zerbarst der Schatten mit dem letzten Gewicht, das sich aufwog, und das Dunkel wich von den düster gewordenen Herzen.

Sogleich fand sich ein jeder dort wieder, wo er vor dem Ruf gewesen war.
Man überlegt, ob der Drache nun dahin ist. Wo er hin ist. Vernichtet? Verbannt? Es ist schwer zu sagen. Erst einige Wochen später sollte sich herausstellen, dass sich um den Dom wieder eine heilige, für unsereins schmerzhafte Präsenz eingestellt hatte. Dort, wo der Drache dereinst auf seinem Hort gelegen hatte.

Doch noch immer sind Kultisten unter uns.

Und was geblieben ist, ist der Spuk einer Nacht.
A nightmare before Christmas...

 

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