Von den Blutsbanden

Eine der schrecklichsten und mächtigsten Fähigkeiten eines Kainskindes ist, dass es beinahe jede Kreatur durch sein Blut an sich binden kann.
Dafür muss das Ziel drei Mal - in drei verschiedenen Nächten - vom Kainit trinken.

 

Erstes Trinken
Das Opfer beginnt, unbestimmte aber starke Gefühle gegen den Domitor zu empfinden. Es könnte �zufällig� häufiger an Orten sein, wo es den Domitor erwartet, es ist also wie eine leichte Schwärmerei. Jedes Kind ist auf diese Weise an seinen Erzeuger gebunden.

Zweites Trinken
Ab dieser Stufe beginnen die Gefühle so stark zu werden, dass sie das Verhalten des Trinkenden beeinflussen. Obwohl er kein Sklave des Domitors ist, spielt jener doch eine sehr wichtige Rolle in seinem Leben. Noch immer kann er handeln, wie er will, muss aber einen WP ausgeben, wenn er zum Schaden des Domitors handelt.
Der Domitor kann den Trinker leichter überzeugen oder befehligen.

Drittes Trinken
Voller Blutsband. Auf dieser Stufe ist das Opfer mehr oder weniger vollkommen an den Domitor gebunden. Er wird zur wichtigsten Person in seinem Leben. Geliebte, Familienmitglieder, ja sogar eigene Kinder werden darüber vernachlässigt!
Dominate kann gegen das Opfer vom Domitor auch ohne Augenkontakt eingesetzt werden. Widerstehen (aus welchen Gründen auch immer das Opfer das tun würde) hat die doppelten Kosten.
Das Blutsband ist wahre Liebe, wenn auch eine verzerrte und pervertierte Abart davon. Aber auch die Persönlichkeit des Opfers spielt beim Ausspielen eine wichtige Rolle. Eine ergebene Seele wird alles für den Liebsten tun, sich sogar in Todesgefahr für ihn begeben. Eine reservierte Person hat vielleicht Grundprinzipien, die sie auch für den Geliebten nicht aufgeben würde.
Der Blutsbund ist praktisch unzerstörbar. Einmal gebunden, existiert der Mensch oder Kainit praktisch nur für seinen Domitor und kann auch nicht von anderen Vampiren gebunden werden!
Ein Wesen kann aber durchaus zu mehreren auf Stufe 1 oder 2 gebunden sein.
Liebende Vampire gehen häufiger einen Blutsbund zu einander ein, weil es das ist, was der menschlichen Liebe am nächsten kommt.
Der Blutsbund kann durch weiteres Trinken noch stabilisiert werden, wobei es hier auch auf die Umstände ankommt. Ein Opfer, das vom Domitor gut und nett behandelt wird, wird sich noch tiefer in ihn verlieben, während bei einer schlechten Behandlung die Gefühle flacher bleiben, oder gar nachlassen.
Es ist für einen Kainiten möglich, dem Blutsbund kurzzeitig zu widerstehen.
Dafür muss das Opfer einen Willenskraftpunkt ausgeben, um eine Aktion gegen den Domitor zu tätigen. Dabei ist aber zu bedenken, dass das Opfer, einmal gebunden, solche Wünsche nicht mehr hat.

Brechen des Bandes
Das Opfer ist nach einem langzeitigen Blutsband von dem Blut seines Domitors abhängig und wird nicht anstreben, dessen Genuss aufzugeben. Allerdings ist das Brechen dieses Bandes nicht unmöglich.
Um einen Blutsbund zu brechen, darf der Gebundene (6-WP) Monate weder den Domitor sehen, noch von ihm trinken. Nach dieser Zeit geht der Band um eine Stufe runter.
Ein Charakter mit der normalen Willenskraft von 3 braucht also 3 Monate, ehe er nur noch auf Stufe 2 steht, 3 Monate, um auf Stufe 1 zu sinken und 3 weitere, bis der Blutsband sich ganz löst. Das sind 9 Monate, in denen er seinem geliebten Domitor nicht begegnen darf, wobei es mit der Zeit immer leichter wird.

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